GaLaBau stabil trotz schwieriger Rahmenbedingungen

GaLaBau stabil trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Bad Honnef.- Der Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) präsentiert sich weiterhin insgesamt stabil und widerstandsfähig, trotz der anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage. Gestiegene Kosten, schwache Kommunalfinanzen und Konsumzurückhaltung belasten die Branche, zugleich bleibt jedoch die Nachfrage nach landschaftsgärtnerischen Leistungen auf solidem Niveau. Das zeigt die BGL‑Frühjahrsumfrage 2026 des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL), an der sich bundesweit 699 Mitgliedsbetriebe der elf Landesverbände beteiligten.

„Der GaLaBau zeigt sich auch unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch immer robust“, erklärt BGL-Präsident Thomas Banzhaf. „Gleichzeitig bleibt der Bedarf an klimaangepassten Städten mit grün-blauer Infrastruktur sowie hochwertigen Frei- und Gartenanlagen langfristig hoch. Das gibt unserer Branche nach wie vor eine stabile Perspektive.“ 
 
Geschäftslage verschlechtert sich  
Die aktuelle Geschäftslage wird weiterhin überwiegend positiv bewertet, wenngleich etwas zurückhaltender als im Vorjahr. 51,8 Prozent der befragten Betriebe beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage als „gut“ (Frühjahr 2025: 65 Prozent). Weitere 40,1 Prozent bewerten ihre Lage als „befriedigend“ (2025: 32,1 Prozent), während 8,2 Prozent ihre Situation als „schlecht“ einschätzen (2025: 2,8 Prozent). 
Auch die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate fallen vorsichtiger aus als im Vorjahr. Nur noch 7,3 Prozent der Betriebe rechnen mit einer günstigeren Entwicklung (2025: 8,9 Prozent). 70,5 Prozent erwarten eine gleichbleibende Lage (2025: 78,6 Prozent), während bereits 22,2 Prozent von einer ungünstigeren Entwicklung ausgehen (2025: 12,5 Prozent). 
„Die erwarteten, aber bislang ausgebliebenen Reformen zum Bürokratieabbau sowie der nicht in Gang kommende Bau-Turbo dämpfen die Stimmung und Zuversicht nicht nur in unserer Branche“, kommentiert Banzhaf die Zahlen. 
 
Auftragslage stabil, kaum Impulse 
Die Auftragslage bleibt insgesamt stabil, auch wenn derzeit nur begrenzte Wachstumsimpulse erkennbar sind. Zwei Drittel der Betriebe bewerten ihre aktuelle Auftragssituation im Vergleich zum Vorjahr als „gleich“ oder „besser“. Gleichzeitig berichten jedoch 33,3 Prozent von einer schlechteren Auftragslage als im Vorjahreszeitraum. 
Die Auslastung bewegt sich weiterhin auf solidem Niveau: In den Bereichen Pflege und Neubau beträgt die durchschnittliche Auslastung jeweils 18 Wochen. Im Neubau liegt die Auslastung damit auf Vorjahresniveau. 
 
Wirtschaftliches Umfeld bleibt anspruchsvoll 
Die Gewinn- und Ertragssituation bleibt für viele Betriebe anspruchsvoll. 65,2 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Ertragslage als „unbefriedigend“ oder „verbesserungsfähig“, während 34,8 Prozent angeben, dass die Gewinne den Erwartungen entsprechen. 
Hohe Material-, Energie- und Personalkosten sowie die angespannte Haushaltslage vieler Kommunen belasten nach wie vor die wirtschaftliche Entwicklung der Betriebe. Im öffentlichen Bereich berichten knapp 29 Prozent der Unternehmen von rückläufigen Preisen beziehungsweise Auftragsvolumina, während rund 26 Prozent höhere Werte verzeichnen. Auch private Auftraggeberinnen und Auftraggeber agieren vielerorts vorsichtiger. Gründe hierfür sind insbesondere die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und das gedämpfte Konsumklima. 
 
Beschäftigung auf konstantem Niveau 
Die Beschäftigungssituation im GaLaBau zeigt sich weiter beständig. Mit durchschnittlich 22 Beschäftigten pro verbandlich organisierten Betrieb bleibt das Personalniveau in der Branche auf hohem Niveau. Rund 48 Prozent der Unternehmen haben ihre Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr angepasst, die Veränderungen fielen dabei jedoch insgesamt moderat aus.  
Damit bestätigt sich erneut die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für die Branche. Viele Betriebe setzen auf dauerhafte Personalbindung und Ausbildung. 
 
Langfristige Perspektiven bleiben positiv 
Trotz der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blickt die Branche langfristig zuversichtlich nach vorn. Für das aktuelle Jahr bewerten rund 84,2 Prozent der Betriebe die Entwicklung der Branche insgesamt mit den Schulnoten 1 bis 3. Mit Blick auf die kommenden fünf Jahre rechnen rund 81,5 Prozent mit einer positiven Entwicklung des GaLaBau. 
Noch optimistischer fällt der Blick auf den eigenen Betrieb aus: Rund 88,5 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle betriebliche Situation positiv. Für die kommenden fünf Jahre rechnen rund 87,7 Prozent der Betriebe mit guten bis befriedigenden Perspektiven für den eigenen Betrieb. 
„Der GaLaBau bleibt ein Zukunftsmarkt mit großem gesellschaftlichem Nutzen. Klimaanpassung durch Stadtgrün, Regenwassermanagement und biodiverse Freiräume wird in den kommenden Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen und unseren Betrieben dann wachsende Umsätze ermöglichen“, betont Banzhaf. „Unsere Betriebe verfügen über das Know-how und die Innovationskraft, um diese Aufgaben erfolgreich umzusetzen.“ BGL 
 
Alle Vergleichszahlen in diesem Text beziehen sich auf das Frühjahr 2025. 
 
Foto: BGL-Präsident Thomas Banzhaf zu den Ergebnissen der BGL-Frühjahrsumfrage 2026: „Der GaLaBau bleibt ein Zukunftsmarkt mit großem gesellschaftlichem Nutzen.“ 
 

BGL und grüne Branche – Zahlen und Fakten 
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) ist ein Wirtschafts- und Arbeitgeberverband. Er vertritt die Interessen des deutschen Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus auf Bundesebene und in Europa. In seinen elf Landesverbänden sind 4.254 vorwiegend kleine und mittlere Mitgliedsunternehmen organisiert. Als Dienstleister geben sie sich am geschützten Signum mit dem Zusatz „Ihre Experten für Garten & Landschaft“ zu erkennen und bieten maßgeschneiderte, individuelle Lösungen rund ums Bauen mit Grün. Damit erzielen die Mitgliedsbetriebe zurzeit rd. 63 Prozent des gesamten Marktumsatzes in Deutschland. 
 
Der Gesamtumsatz der grünen Branche stieg 2025 auf nominal rund 11,11 Milliarden Euro. Diesen Meilenstein setzten die 19.898 Fachbetriebe mit insgesamt 131.746 Beschäftigten in Form von vielfältigen Dienstleistungen um: Mit hoher Kompetenz planen, bauen, entwickeln und pflegen sie Grün- und Freianlagen aller Art im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich. 
 
 
Ansprechpartnerin: 
Christina Steinsträßer (stellv. Pressesprecherin) 
Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. 
Alexander-von-Humboldt-Straße 4, 53604 Bad Honnef 
Tel: 02224 7707-63, E-Mail: c.steinstraesser@galabau.de 
www.galabau.de 
Alle BGL-Pressemitteilungen sind hier abrufbar: https://www.galabau.de/pressemitteilungen.aspx 
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